Letzte Änderung: 07.12.2018, 17:13
Herzlich Willkommen bei der Freiwilligen Feuerwehr Wilsche

Feuerwehrparty 2018

Am 20. Oktober fand die diesjärige Feuerwehrparty unter dem Motto "Scheunenparty" statt. In der getreu dem Motto geschmückten Turnhalle konnten wir 140 Gäste begrüßen. Nach einem deftigen Spanferkel ging es auf die Tanzfläche; erstmals hatten wir dieses Jahr einen DJ anstelle von Livemusik. Aufgelockert wurde der Abend noch durch eine kleine Aufführung einiger Kameradinnen und Kameraden, die das Landleben in kurzen Sketchen auf die Schippe nahmen. Auch der zwischenzeitliche Einsatz tat der guten Stimmung keinen Abbruch, sodass bis in die frühen Morgenstunden durchgetanzt wurde.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Kameraden aus Kästorf, die wie bei jeder Feuerwehrparty die Theke besetzt hatten und dazu beitrugen, dass der Abend ein Erfolg wurde.
Die Bilder von der Party findet ihr in unserer Bildergalerie





Wieder Brand im Wochenendhausgebiet

Nachdem wir einige Zeit Ruhe hatten, kam es wieder zu einem Brand im Wochenendhausgebiet am Erika-See. Die Alarmierung erfolgte am 20.10.2018 um 23.23 Uhr, mitten während der Feuerwehrparty. Unverzüglich rückten wir mit einer Gruppe aus. Dieses Mal fanden wir vorbildich aufgestellte Einweisungsposten vor, sodass wir das Feuer in dem verwinkelten Gebiet schnell finden konnten. Beim Eintreffen standen ein Wohnwagen, der nur noch mit viel Phantasie als solcher erkannt werden konnte, und ein Geräteschuppen im Vollbrand. Gemeinsam mit den kurz nach uns eintreffenden Kräften aus Neubokel und Gamsen konnten wir verhindern, dass das Feuer auf einen weiteren Wohnwagen übergriff und die Flammen schnell niederschlagen. Glücklicherweise stellte sich auch schnell heraus, dass die Parzelle seit längerem unbewohnt war und kein Personenschaden entstand.
Die Nachlöscharbeiten wurden von den Ortsfeuerwehren aus Neubokel und Gamsen übernommen, sodass wir die Einsatzstelle frühzeitig verlassen konnten und zwei Stunden nach dem Alarm wieder bei der Feuerwehrparty waren.

Einsatzbericht - mal anders

Samstag, 11. August 2018, um 02:03 Uhr: Die Sirene heult, der Meldeempfänger piept...die Nacht ist vorbei. Ein kurzer Blick auf den Meldeempfänger: "B2, LKW brennt, Wilsche Erikasee". B2 weist auf ein größeres Feuer hin, das die Entstehungsbrandphase schon hinter sich hat. Meine Frau und ich stehen auf und ziehen uns an. T-Shirt, Hose, Strümpfe und Schuhe; alles liegt auf seinem Platz. Nach nicht einmal 60 Sekunden sitzen wir im Auto auf dem Weg in das Feuerwehrhaus. Gleichzeitig mit uns treffen weitere Kameraden ein. Wir schließen auf und fixieren die Haustür für nachfolgende Feuerwehrleute; beim Reingehen besprechen wir die erforderliche Ausrüstung und die Fahrzeugbesatzung. Bei einem LKW-Brand wird Atemschutz benötigt und das TSF rückt zuerst aus. Also gehe ich zu meinem Spind, ziehe die "dicke" Einsatzbekleidung an und setze mich auf den Angriffstrupp-Platz des TSF. Drei weitere Atemschutzgeräteträger steigen mit hinten ein, mein Truppmann und der Wassertrupp, der später eventuell unser Sicherheitstrupp wird. Vorne steigen der Maschinist als Fahrer und der Gruppenführer, der über die ersten Maßnahmen an der Einsatzstelle entscheiden wird, ein. Wir fahren los, nur wenige Minuten liegen zwischen dem Tiefschlaf vor der Alarmierung und dem Ausrücken zur Einsatzstelle.

Während der Anfahrt rüsten mein Truppmann und ich uns für den Einsatz aus. Wir setzen die Atemschutzmaske auf, führen eine Dichtigkeitsprüfung durch und ziehen die Flammschutzhaube darüber. Der Wassertrupp, der uns gegenüber sitzt, kontrolliert ob alle Hautstellen abgedeckt sind. Anschließend folgt eine Einsatzkurzprüfung beim Atemschutzgerät, bevor es wie ein Rucksack auf die Schultern gesetzt und mit einem Bauchgurt fixiert wird. Parallel stattet mich der Wassertrupp mit Lampe und Funkgerät aus. Aufgrund der langen Anfahrtstrecke sind wir deutlich vor dem Erreichen der Einsatzstelle fertig und es bleibt noch Zeit, im Kopf die nächsten Schritte durchzugehen.

An der Einsatzstelle angekommen kommt der Befehl zum Absitzen. Beim Aussteigen sehe ich zum ersten Mal den brennenden LKW, da ich während der Fahrt rückwärts gesessen habe. Es handelt sich um eine Zugmaschine mit Auflieger, die auf einem Schotterweg abgestellt wurde. Die Zugmaschine steht im Vollbrand und auch vom Auflieger brennt bereits der größte Teil. Die Flammen schlagen hoch in die Nacht und haben teilweise schon auf den Wald übergegriffen. Gleichzeitig mit uns kommt das Tanklöschfahrzeug an, das das Wasser für den ersten Löschangriff mitbringt, und wird vom Gruppenführer an seinen Stellplatz eingewiesen. Wir gehen hinterher und treten als Gruppe (9 Kameraden) hinter dem Tanklöschfahrzeug an, wo wir unseren Einsatzbefehl erhalten. Mein Truppmann und ich als Angriffstrupp erhalten den Auftrag, zunächst die Brandausbreitung einzudämmen und dann den LKW mit Wasser abzulöschen. Ich nehme mir den Verteiler, mein Truppmann das Strahlrohr und wir gehen gemeinsam nach vorne zu dem Punkt, von dem wir unseren Angriff starten werden. Die weiteren Kameraden unterstützen uns, indem sie dafür sorgen, dass die Schlauchleitungen bis zum Strahlrohr gelegt und mit Wasser gefüllt werden, sodass wir innerhalb kürzester Zeit Wasser am Strahlrohr haben. Kurz bevor wir das Löschen beginnen, schließen wir noch die Atemschutzgeräte an die Masken an, um uns von den Rauchgasen zu schützen.


Die größte Gefahr ist, dass das Feuer seitlich auf den Wald übergreift, hinter dem sich ein Wochenendhaus-Platz befindet; es hat sich bereits ein kleiner Brandherd gebildet. Allerdings ist die Wärmestrahlung des LKW zu groß, als dass wir dorthin vordringen können. Deshalb schlagen wir zunächst die Flammen im Führerhaus nieder und versuchen, uns seitlich vorzukämpfen. Irgendwann kommen wir dicht genug heran und können mit dem langen Wasserstrahl die kleine Brandstelle im Wald niederschlagen. Als wir unseren Wasserstrahl grade wieder auf den LKW richten wollen, platzt einer der Reifen mit einem mächtigen Knall. Da am Auflieger noch intakte Reifen vorhanden sind, die langsam vom Feuer erfasst werden, kriegen wir den Auftrag, zunächst diese zu schützen, was aufgrund der kleinen Flammen in diesem Bereich auch sehr schnell gelingt. Nun können wir uns gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Gamsen und Neubokel, die kurz nach uns an der Einsatzstelle angekommen sind, auf das Ablöschen des LKW konzentrieren. Schnell sind die Flammen niedergeschlagen bis in einem kleinen Bereich, in dem wir sie nicht in den Griff bekommen. Also heißt es "Wasser halt" und eine kurze Inspektion. Diese zeigt, dass der Tank oben offen ist und durch den Wasserstrahl immer wieder brennender Diesel aus dem Tank gespült und verteilt wird. Hier kommen wir mit Wasser nicht weiter, weshalb wir den Bereich mit Schaum löschen müssen.

Ich kriege das Schaumrohr in die Hand gegeben und decke den betreffenden Bereich mit einem dicken Schaumteppich zu, der die Flammen auf dem brennenden Diesel erstickt. Kurze Zeit später sind keine Flammen mehr zu erkennen. Ein Kamerad aus Gamsen kontrolliert den gesamten LKW mit einer Wärmebildkamera, ob irgendwo noch heiße Stellen sind, an denen sich das Feuer wieder entzünden kann. Findet er welche, werden diese von den Kameraden aus Neubokel mit Wasser heruntergekühlt, bevor wir Wilscher ihn zur Sicherheit wieder mit Schaum abdecken. So funktioniert Zusammenarbeit in der Feuerwehr. Gegen 02:50 Uhr ist das Feuer so weit unter Kontrolle, dass wir unsere Leitungen zurücknehmen können, nur eine Leitung aus Gamsen bleibt zur Sicherheit liegen. Gleichzeitig ist auch der Luftvorrat an meinem Atemschutzgerät aufgebraucht, weshalb ich gemeinsam mit meinem Truppmann zurück zum TSF gehe, um das Gerät abzulegen. Anschließend unterstützen wir die Kameraden, die die Schläuche und sonstiges Gerät einpacken. Nach einer kurzen Besprechung und einem Getränk verlassen die Ortsfeuerwehren Wilsche und Neubokel die Einsatzstelle. Die Ortsfeuerwehr Gamsen wartet noch auf die untere Wasserbehörde, die entscheiden muss, wie mit dem Diesel-Löschwasser-Gemisch umgegangen werden soll, sowie auf die Kameraden aus Gifhorn, die den LKW-Tank leerpumpen sollen, da uns die Ausrüstung dafür fehlt. Als wir uns auf dem Rückweg zum Feuerwehrhaus befinden, werden grade die Kameraden aus Gifhorn alarmiert, mittlerweile ist es schon nach halb vier.


Zurück am Feuerwehrhaus müssen noch die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden, da niemand sagen kann, wann sie das nächste Mal benötigt werden. Da auf dem TLF einige Armaturen sehr stark verschmutzt sind, fährt es direkt in die Waschhalle nach Gifhorn, um dort eine gründliche Reinigung durchzuführen. In der Zwischenzeit machen wir die Atemschutzgeräte fertig, tanken die benutzten Geräte und füllen die Verbrauchsmaterialien auf dem TSF wieder auf. Anschließend ist nochmal kurz Zeit, sich mit den Kameraden zusammenzusetzen, eine Cola zu trinken und den Einsatz sowie allgemeines zu besprechen. Um 04.15 Uhr verlassen meine Frau und ich das Feuerwehrhaus und fahren zurück nach Hause. Hier steht noch eine gründliche Dusche an, um die eventuell am Körper anhaftenden Schadstoffe abzuwaschen, sodass wir um 4.30 Uhr wieder im Bett liegen. Allerdings dauert es nach einem solchen Einsatz sowie der Dusche sehr lange, bis der Körper ausreichend zur Ruhe kommt und man einschläft. Glücklicherweise ist es Samstag und man kann ein wenig länger schlafen.

Hinweis: Dieser Bericht schildert den Einsatz am 11.08.2018 aus Sicht des Verfassers uns ist kein offizieller Einsatzbericht. Zur besseren Lesbarkeit wurde größtenteils auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet, es waren jedoch auch sehr viele Kameradinnen an dem Einsatz beteiligt.

Stadt-Ausbildungsdienst Vegetationsbrandbekämpfung

Manchmal passt es einfach. Das gilt auch für den Stadt-Ausbildungsdienst "Vegetationsbrandbekämpfung", den Stadtausbildungsleiter Andre Junge bereits zu Beginn des Jahres, lange vor der aktuellen Trockenperiode, geplant und auf den 04. August terminiert hatte. Die äußeren Bedingungen und das aktuelle Einsatzgeschehen waren eine gute Grundlage, um das Thema gezielt anzugehen. 55 Kameradinnen und Kameraden aus allen fünf Ortswehren waren der Einladung gefolgt.


Der Tag begann mit einer theoretischen Unterrichtseinheit im Gifhoner Gerätehaus. Hier ging Andre Junge gemeinsam mit Dennis Misselhorn auf die Themen "Persönliche Schutzausrüstung" und "Einsatztaktik" ein. Anschließend folgte eine Stärkung mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor es an die praktische Ausbildung ging.


Diese fand auf einem Stoppelacker bei Wilsche statt und gliederte sich in zwei Teile, weshalb Andre und Dennis von weiteren Ausbildern aus allen Ortswehren unterstützt wurden. Im ersten Teil wurde das Ablöschen eines Feuersaums bei einem Stoppelbrand mit Hilfe von Tanklöschfahrzeugen geübt. Die Herausforderung hierbei war, dass die Tanklöschfahrzeuge das Wasser während der Fahrt abgeben und der Strahlrohrführer seitlich vor dem Fahrzeug läuft. Dies erfordert eine gute Abstimmung zwischen der Laufgeschwindigkeit des Strahlrohrführers, der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs und des Pumpendrucks, der von der Motordrehzahl und damit von der Fahrgeschwindigkeit abhängt. Im Übungsrahmen wurde hier ein wenig ausprobiert und die beste Vorgehensweise ermittelt.


Der zweite Ausbildungsteil wurde in drei Stationen untergliedert. Station eins war die richtige Handhabung der sogenannten Feuerpatsche. Obwohl eigentlich ein relativ einfaches Werkzeug, kann hiermit doch einiges verkehrt gemacht werden, wenn die falsche Technik angewendet wird. An Station zwei wurden verschiedene Schläuche und Strahlrohre miteinander kombiniert. Ziel war hier, ein Gefühl dafür zu erhalten, wie groß der Unterschied im Kraftbedarf ist, die unterschiedlichen Schläuche über den Stoppel zu ziehen. Darüber hinaus wurde auch auf die Wurfweite, den Wasserbedarf und den Löscherfolg der unterschiedlichen Strahlrohre eingegangen. Ganz grobe Handwerkskunst war an Stations drei gefragt. Hier wurde mit Äxten, Spaten, Schaufeln und Hacken eine Brandschneise in den steinigen Acker geschlagen. Bei Temperaturen von knapp unter 30°C eine schweißtreibende Arbeit. Aber auch hier ließ sich durch die richtige Vorgehensweise reichlich Kraft einsparen.


Nach einer abschließenden Übung, in der die vorherigen Unterrichtsteile kombiniert wurden, gab es noch eine kurze Abschlussbesprechung. Hier wurden Punkte angesprochen, die den Tag über positiv oder negativ aufgefallen waren. Anschließend dankte der Stadtbrandmeister Matthias Küllmer den anwesenden Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement. Aufgrund des hohen Lernerfolgs ist angestrebt, solche gemeinamen Ausbildungstage in Zukunft, wenn auch mit anderen Themen, regelmäßig stattfinden zu lassen.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle an der Vorbereitung Beteiligten für Ihre Arbeit.

Erneuter Brand im Wochenendhausgebiet

Nachdem es erst vor knapp drei Wochen im Wochenendhausgebiet gebrannt hat, wurden wir in der Nacht auf den 31. Juli erneut gegen halb vier aus dem Schlaf gerissen, das Einsatzstichwort war "Brennt Wohnwagen am Erikasee". Bei unserem Eintreffen stellte sich die Situation noch etwas kritischer dar als am 09. Juli. Durch die trockene Vegetation hatte sich das Feuer bereits auf zwei Parzellen ausgebreitet, die beide im Vollbrand standen. Ebenso hatten die Flammen teilweise auf die Wipfel der umgebenden Kiefern übergegriffen.
Durch den schnellen Einsatz der Wehren aus Wilsche, Neubokel und Gamsen und mit der reichlichen Wasserversorgung aus dem Erikasee konnte das Feuer mit einem massiven Löschangriff schnell eingedämmt werden. Hier hat sich erneut die gute Zusammenarbeit der Wehren gezeigt, durch die die Kräfte koordinniert eingesetzt werden konnten. Gegen halb sechs war der Einsatz beendet.

Bilder vom Tag der Feuerwehr online

Nach langer Vorbereitung fand am 23.06.2018 unser diesjähriger Tag der Feuerwehr mit Gründungsveranstaltung der Kinderfeuerwehr statt. Wir hatten eine gut besuchte Veranstaltung bei mittelmäßigem Wetter und konnten unseren Besuchern ein vielfältiges Programm bieten.
Die Bilder von diesem Tag sind nun endlich online: Bildergalerie



Brenzliger Einsatz mitten in der Nacht

Aufgrund des trockenen Sommers sind Wald- und Flächenbrände für uns keine Überraschung und auch mit Bränden im Wochenendhausgebiet kennen wir uns aus; aber eine Kombination aus beidem war für die meisten von uns neu. Und so war es eine besondere Herausforderung, als wir in der Nacht vom 08. Juli auf den 09. Juli um 0.30 Uhr alarmiert wurden. Auf einem Campingplatz war auf einer Parzelle ein Feuer ausgebrochen und ein Wohnwagen sowie einige umgebende Hütten standen bereits im Vollbrand. Durch die hohe Wärmestrahlung drohte das Feuer sich auf weitere Parzellen auszubreiten. Parallel hatte die trockende Vegetation rund um die Parzelle großflächig Feuer gefangen, sodass auch hier Ausbreitung drohte.
Gemeinsam mit den mitalarmierten Ortsfeuerwehren aus Neubokel und Gamsen, die nahezu gleichzeitig mit uns an der Einsatzstelle eintrafen, gelang es durch einen koordinierten Löschangriff, die Ausbreitung des Feuers schnell einzudämmen. Die Naschlöscharbeiten zogen sich noch eine Weile hin, sodass wir erst gegen 3.00 Uhr wieder in das Feuerwehrhaus einrücken konnten.



Generalversammlung 2018

Die diesjährige Generalversammlung fand am 10.02.2018 im Dorfgemeinschaftshaus Wilsche statt. Ortsbrandmeister Jürgen Schacht begrüßte über 60 Mitglieder sowie Gäste aus Politik und Verwaltung und berichtete über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Zum 31.12.2017 hatte die Ortsfeuerwehr Wilsche 64 aktive Mitglieder, davon 11 Frauen, 304 fördernde Mitglieder und 27 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Einsatztechnisch war das vergangene Jahr eher ruhig, so hatten wir nur 14 Einsätze zu absolvieren, die sich in 4 Brandeinsätze, 7 technische Hilfeleistungen und 3 Brandsicherheitswachen aufteilen.
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Ernst-Dieter Bollmohr und Horst Schrader geehrt, für 60-jährige Mitgliedschaft Emil Lutz und Heinrich Pahlmann wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Eine besondere Freude ist immer die Aufnahme von Mitgliedern in die Einsatzabteilung und dieses Jahr konnten wir mit Annike Lampe, Malin Lippert, Paulina Plate und Lisanne Schacht aus der Jugendfeuerwehr sowie Kevin Kreimeyer als Quereinsteiger gleich 5 neue Kameradinnen und Kameraden begrüßen.

Befördert wurden:

  • Luisa Plate, Joana Wulf und Philipp Grete zur Oberfeuerwehrfrau bzw. zum Oberfeuerwehrmann
  • Patrick Hildebrandt, Jonas Meyer und André-Tobias Rott zum Hauptfeuerwehrmann
  • Joachim Herbst und Andreas Könecke zum Ersten Hauptfeuerwehrmann

    An dieser Stelle nochmal ein herzlicher Glückwunsch an alle Geehrten und Beförderten.

    Im Anschluss an die Versammlung gab es, wie jedes Jahr, ein deftiges Abendbrot.



  • Alarmübung in Wilsche

    Am Freitag, den 19.01.18, fand gegen 16.30 Uhr eine Alarmübung der Feuerwehren aus Wilsche und Neubokel statt. Das Übungsobjekt befand sich im Sonnenwinkel 2 in Wilsche. Es wurde von den Eigentümern (selber Feuerwehrmitglieder in Wilsche) freundlicherweise zur Verfügung gestellt, da es zeitnah abgerissen werden soll.



    Das Einsatzstichwort lautete „Gebäudebrand mit 4 vermissten Personen“. Unter den Augen des Stadtbrandmeisters, Matthias Küllmer, dem Ortsbrandmeister aus Wilsche, Jürgen Schacht und den Übungsleitern Jan-Hendrik Wolter und André Junge wurde die Übung absolviert. Ziel war es die Zusammenarbeit der beiden Ortswehren Wilsche und Neubokel zu prüfen, da diese bei größeren Gefahrenlagen in den beiden Ortschaften immer zusammen alarmiert werden. Aber auch das Retten der vier Personen, das Vorgehen unter Atemschutz, die Herstellung der Wasserversorgung, die Aufstellung der Fahrzeuge (Übungsobjekt befand sich in einer Sackgasse) sowie die Einsatzdokumentation wurden bewertet.





    Der Stadtbrandmeister und seine Beobachter waren sehr zufrieden mit der Abarbeitungen der Aufgaben, welche von 27 Feuerwehrkameradinnen und –kameraden erfolgten . Wenige aufgefallene Punkte welche verbessert werden können, wurden bei einer Nachbesprechung erörtert. Am Ende gab es im Feuerwehrhaus Wilsche noch eine kleine Stärkung.

    Truppmannausbildung

    Am Samstag, dem 04.11.2017, wurde der diesjährige Truppmannlehrgang mit der Prüfung abgeschlossen, die von allen erfolgreich bestanden wurde. 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben über vier Wochenenden das Grundwissen, das jedes Mitglied der aktiven Feuerwehr haben muss, vermittelt bekommen. Besonders erfreulich war dieses Jahr der hohe Anteil an Quereinsteigern; also Teilnehmern, die den Lehrgang nicht direkt im Anschluss an ihre Jugendfeuerwehrzeit absolviert haben und größtenteils auch nie Mitglied einer Jugendfeuerwehr waren.

    Wir als Feuerwehr Wilsche haben mit dem Lehrgang vier Kameradinnen und einen Kameraden gewonnen, die wir bei der Generalversammlung kommenden Februar ganz offiziell in unsere Reihen aufnehmen werden.



    Brandsicherheitswachdienst bei Stars@NDR2

    Zum zweiten Mal in Folge wurde am 29.07.2017 die Veranstaltung Stars@NDR2 in Gifhorn durchgeführt und wie im vergangenen Jahr waren wir für den Brandschutz im äußeren Bereich zuständig. Dieser umfasste die Parkplätze und sämtliche Bereiche mit Besucherverkehr außerhalb des Festivalgeländes. Hierfür haben wir uns im Bereich des Gewerbegebietes gemütlich eingerichtet.



    32.000 Besucher und der Dauerregen in der Woche vor der Veranstaltung haben die Organisatoren vor einige Herausforderungen gestellt und kurzfristige Planänderungen erforderlich gemacht. Zum Glück mussten wir an diesem Tag nicht tätig werden, sodass wir die schönen Bilder genießen konnten.





    Wieder eine kurze Statistik zum Schluss: Allein in der freiwilligen Feuerwehr Wilsche wurden im Rahmen von Stars@NDR2 ca. 200 Dienststunden absolviert.

    "Hinterm Hagen" gewinnt bei der Spaß- und Spieletour

    Insgesamt 9 Gruppen, davon 2 Jugendfeuerwehrgruppen, konnten wir am 24.06.2017 bei der Spaß- und Spieletour am Feuerwehrhaus begrüßen. Auf der 6km langen Strecke rund um Wilsche waren 7 Spielestationen aufgebaut, die die Teilnehmer auf unterschiedlichste Art und Weise forderten. So musste zum Beispiel ein halb gefüllter Feuerwehrschlauch durch einen Hindernisparcous bewegt werden; am Osterberg galt es, Reifen möglichst weit den Berg runterzurollen, ohne zu weit von der Straße abzukommen. Highlight war, wie immer bei der Feuerwehr, das abschließende Wasserspiel: Mittels auf Helmen befestigten Schwämmen musste Wasser über eine bestimmte Distanz transportiert werden. Ausreichend Löcher in den Helmen sorgten dafür, dass nicht nur die Schwämme, sondern auch die Spieler nass wurden.



    Am Ende des Wettbewerbs setzte sich das Team "Hinterm Hagen" deutlich vor den "Lönsis" und der "Kumpelgruppe" durch. Übrigens haben alle drei Mannschaften ihr Preisgeld der Jugendfeuerwehr Wilsche gespendet, hierfür nochmal ein herzliches Dankeschön.


    Am Feuerwehrhaus wurden wie üblich Essen und Trinken sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffett angeboten. Gut versorgt verweilten viele ein wenig länger und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen. Ein großes Dank an alle Teilnehmer und auch Helfer. Aufgrund des vielen positiven Feedbacks sind wir bereits am Überlegen, wann wir eine solche Veranstaltung erneut anbieten.

    Grundschule bei der Feuerwehr

    Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass einmal im Jahr die jeweils dritten Klassen der Grundschule Wilsche uns bei der Feuerwehr besuchen. Dieser Besuch bildet den Abschluss den Unterrichtsthemas "Feuerwehr" und soll nochmal ein wenig die praktische Seite zeigen. Am 16.05. war es wieder soweit: Knapp 30 aufgeregte Kinder machten sich mit ihren Lehrerinnen auf den Weg zum Feuerwehrhaus. Hier wurden sie von einem eingespielten Team aus 5 Kameraden empfangen, die wieder drei Stationen vorbereitet hatten:
    Aufbau der Wilscher Feuerwehr und eine Führung durch das Feuerwehrgerätehaus
    Fahrzeugkunde am TSF und Wasserförderung aus einem Brunnen
    Fahrzeugkunde am TLF, Vorführung persönliche Schutzausrüstung inklusive Atemschutzgerät und Wasserabgabe aus dem Strahlrohr
    Der unbestrittene Höhepunkt war allerdings wie jedes Jahr der Taxiservice zurück in die Schule, der mit den Feuerwehrautos vorgenommen wurde. Strahlende Gesichter ließen darauf schließen, dass die Kinder einiges gelernt haben und wir vielleicht ein paar zukünftige Mitglieder das erste Mal bei uns im Gerätehaus hatten.









    Ausbildungsdienst Zisternen

    Im Ringelah, einem Waldgebiet nördlich von Wilsche, befinden sich zwei mit Wasser gefüllte Zisternen. Diese sollen im Falle eines Waldbrandes eine gewisse Wasserversorgung sicherstellen, da bis auf wenige Bohrbrunnen keine weiteren Wasserentnahmestellen vorhanden sind. Da keine Informationen (mehr) vorlagen, welche Kapazitäten diese Zisternen haben, stand schon länger auf der To-Do-Liste, sie abzupumpen und so den Wert zu ermitteln. Dabei könnte auch gleich nochmal der Umgang mit den Zisternen geübt werden. Dies fand am Samstag, den 13.05.2017, statt. Der Plan war, die Zisternen mit der Feuerwehr Wilsche zu leeren und anschließend mit dem kommunalen Wassertransportzug der Stadt Gifhorn wieder zu füllen. Vorweg: Wir sind davon ausgegangen, dass eine Zisterne 30.000 Liter und die andere Zisterne 20.000 Liter fasst.

    Teil 1: Abpumpen durch die Wilsche Wehr

    Um 10.00 Uhr morgens trafen sich 15 Kameraden der Wilscher Wehr unter Leitung von Thomas Meyer, um die Zisternen abzupumpen. Da wir sowohl auf dem TSF als auch auf dem TLF eine Pumpe haben, konnte parallel gearbeitet werden. Die Pumpen wurden in Stellung gebracht und das Wasser aus den Zisternen mittels Schlauchkanone in den umliegenden Wald angegeben.







    Zwar haben wir die Möglichkeit, über Pumpendruck und Strahlrohrdurchmesser grob abzuschätzen, welche Wassermenge wir momentan abgeben, zur Sicherheit hatte Andre Junge jedoch noch drei Durchflussmengenmessgeräte (ugs. Wasseruhren) mitgebracht, um genauere Werte zu erhalten. Diese wurden in die Schlauchstrecke eingebaut und ermittelten die momentan und insgesamt abgegebene Menge Wasser.



    Nach etwas über einer Stunde pumpen waren beide Zisternen leer und wir vom Ergebnis doch überrascht: Beide Zisternen hatten eine Kapazität von jeweils 50.000 Litern. Das bedeutete, dass doppelt so viel Wasser zum Befüllen benötigt wird, als erwartet.
    Teil 2: Befüllen durch den Wassertransportzug Gifhorn

    Bei Waldbränden in entlegenen Gebieten sind in der näheren Umgebung häufig keine geeigneten Wasserentnahmestellen vorhanden. In diesem Fall transportieren Tanklöschfahrzeuge das Wasser im Pendelverkehr zwischen einer Wasserentnahmestelle und der Einsatzstelle. Zur nachbarschaftlichen Löschhilfe hat die Stadtfeuerwehr Gifhorn einen kommunalen Wassertransportzug eingerichtet, der bei Bedarf von den anderen Gemeinden im Landkreis Gihorn angefordert werden kann. Dieser besteht aus dem Mannschaftstransportwagen (MTW) aus Kästorf, der die Führungsarbeit übernimmt, drei Tanklöschfahrezugen (TLF) aus Wilsche, Kästorf und Gifhorn, die den Wassertransport übernehmen, und dem Löschgruppenfahrzeug (LF) aus Neubokel, das die Wasserentnahmestelle herstellt, aus der die TLF befüllt werden. Dieser Zug traf sich um 13.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Kästorf, um die Zisternen wieder zu befüllen. Da die Messungen am Morgen ergeben haben, dass deutlich mehr Wasser als geplant transportiert werden muss, wurde kurzfristig noch das TLF aus Gamsen nachgefordert.



    Erster Anfahrpunkt war ein Baggersee an einer Kiesgrube nördlich von Wilsche, an dem die Wasserentnamestelle vorbereitet wurde. Vor hier aus wurde zunächst die hintere Zisterne in einer Entfernung von 3,5 km befüllt, anschließend die vordere, die immerhin noch 2 km entfernt war. Dabei galt es, einige Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • Die Wege waren unterschiedlich gut ausgebaut. Einige Bereiche waren asphaltiert, an anderen Stellen die Schlaglöcher so tief, dass nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden konnte.
  • Die schmalen Wege bieten nicht genug Platz für zwei Fahrzeuge. Bei einer Begegnung muss mindestens eines in den Seitenraum ausweichen. Dies ist aufgrund der tonnenschweren Fahrzeuge und der unbekannten Festigkeit des Seitenraumes nicht ganz unkritisch.
  • Gewitter mit starkem Regen haben die Wege aufgeweicht und teilweise auch rutschig gemacht.
  • Die Wasserentnahme- und die Wasserabgabestelle müssen so eingerichtet sein, dass ankommende, pumpende und abfahrende Fahrzeuge sich nicht gegenseitig behindern.

  • Alle Anforderungen wurden jedoch gut bewältigt, so dass um 17.45 Uhr beide Zisternen wieder befüllt waren.
    Teil 3: Wartung und Pflege

    Wie erwähnt haben mehrere Gewitterschauer das Befüllen zu einer Schlammschlacht gemacht, sodass Fahrzeuge und Gerät anschließend noch gereinigt werden mussten. Hierfür wurden, als sich das Einsatzende abzeichnete, nach und nach die Fahrzeuge aus dem Pendelverkehr herausgelöst, um in der Waschhalle in Gifhorn gewaschen zu werden und die Wassertanks mit sauberen Wasser zu füllen. Anschließend musste noch die Mannschaft gepflegt werden. Die geschah bei Salat und Bratwurst vom Grill im Kästorfer Feuerwehrhaus.

    Teil 4: Zahlen, Daten, Fakten
    Abschließend noch ein paar interessante Zahlen:

  • Beim Leerpumpen wurden 800 Liter (4 Badewannen) Wasser pro Minute aus den Zisternen entnommen. Trotzdem dauerte es pro Zisterne über eine Stunde, bis sie leer war.
  • Zum Wassertransportzug gehören 27 Feuerwehrleute, zusätzlich mit dem TLF aus Gamsen waren 30 Kameraden aus allen fünf Gifhorner Ortswehren zum Befüllen im Einsatz.
  • In einem Umlauf (jedes Fahrzeug hat einmal Wasser abgegeben) wurden ca. 12.000 Liter Wasser transportiert. Ein Umlauf dauerte ungefähr 20 Minuten. Das entspricht einer kontinuierlichen Wasserabgabe von ca. 600 Liter pro Minute.
  • Aufgrund des fehlenden Gegendrucks konnten die Zisternen mit ca. 2.000 Liter pro Minute befüllt werden.
  • Das Wilscher TLF ist morgens um 10 Uhr gestartet und stand um 19.45 Uhr wieder sauber und einsatzbereit im Gerätehaus. In der Zwischenzeit wurden 106 km zurückgelegt.
  • Wären die 100.000 Liter Wasser in 1,5 Liter-PET-Flaschen abgefüllt worden, so hätte man 66.667 Flaschen mit einem Pfandwert von 16.666,75 Euro benötigt ;)
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    Wichtige Info
    Ab dem 01.09.2017 findet der Probealarm für Sirenen am ersten Samstag im Monat statt. Der Alarmton ist ein Dauerton von 15 Sekunden Länge. Zudem wird am dritten Samstag im Januar und Juni der Bevölkerungswarnton der Sirenen getestet, parallel löst die Warn-App "NINA" aus.
    Letzter Einsatz
    Der letzte Einsatz war am Montag, den 05. November 2018 ein Brennender Komposthaufen am Erikasee mehr...
    Dienstplan
    Der nächste Dienst findet am Samstag, den 15. Dezember 2018 statt. Das Thema lautet "Jahresabschluss (im DGH)" mehr...