Letzte Änderung: 06.04.2018, 10:31
Herzlich Willkommen bei der Freiwilligen Feuerwehr Wilsche

Generalversammlung 2018

Die diesjährige Generalversammlung fand am 10.02.2018 im Dorfgemeinschaftshaus Wilsche statt. Ortsbrandmeister Jürgen Schacht begrüßte über 60 Mitglieder sowie Gäste aus Politik und Verwaltung und berichtete über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Zum 31.12.2017 hatte die Ortsfeuerwehr Wilsche 64 aktive Mitglieder, davon 11 Frauen, 304 fördernde Mitglieder und 27 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Einsatztechnisch war das vergangene Jahr eher ruhig, so hatten wir nur 14 Einsätze zu absolvieren, die sich in 4 Brandeinsätze, 7 technische Hilfeleistungen und 3 Brandsicherheitswachen aufteilen.
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Ernst-Dieter Bollmohr und Horst Schrader geehrt, für 60-jährige Mitgliedschaft Emil Lutz und Heinrich Pahlmann wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Eine besondere Freude ist immer die Aufnahme von Mitgliedern in die Einsatzabteilung und dieses Jahr konnten wir mit Annike Lampe, Malin Lippert, Paulina Plate und Lisanne Schacht aus der Jugendfeuerwehr sowie Kevin Kreimeyer als Quereinsteiger gleich 5 neue Kameradinnen und Kameraden begrüßen.

Befördert wurden:

  • Luisa Plate, Joana Wulf und Philipp Grete zur Oberfeuerwehrfrau bzw. zum Oberfeuerwehrmann
  • Patrick Hildebrandt, Jonas Meyer und André-Tobias Rott zum Hauptfeuerwehrmann
  • Joachim Herbst und Andreas Könecke zum Ersten Hauptfeuerwehrmann

    An dieser Stelle nochmal ein herzlicher Glückwunsch an alle Geehrten und Beförderten.

    Im Anschluss an die Versammlung gab es, wie jedes Jahr, ein deftiges Abendbrot.



  • Alarmübung in Wilsche

    Am Freitag, den 19.01.18, fand gegen 16.30 Uhr eine Alarmübung der Feuerwehren aus Wilsche und Neubokel statt. Das Übungsobjekt befand sich im Sonnenwinkel 2 in Wilsche. Es wurde von den Eigentümern (selber Feuerwehrmitglieder in Wilsche) freundlicherweise zur Verfügung gestellt, da es zeitnah abgerissen werden soll.



    Das Einsatzstichwort lautete „Gebäudebrand mit 4 vermissten Personen“. Unter den Augen des Stadtbrandmeisters, Matthias Küllmer, dem Ortsbrandmeister aus Wilsche, Jürgen Schacht und den Übungsleitern Jan-Hendrik Wolter und André Junge wurde die Übung absolviert. Ziel war es die Zusammenarbeit der beiden Ortswehren Wilsche und Neubokel zu prüfen, da diese bei größeren Gefahrenlagen in den beiden Ortschaften immer zusammen alarmiert werden. Aber auch das Retten der vier Personen, das Vorgehen unter Atemschutz, die Herstellung der Wasserversorgung, die Aufstellung der Fahrzeuge (Übungsobjekt befand sich in einer Sackgasse) sowie die Einsatzdokumentation wurden bewertet.





    Der Stadtbrandmeister und seine Beobachter waren sehr zufrieden mit der Abarbeitungen der Aufgaben, welche von 27 Feuerwehrkameradinnen und –kameraden erfolgten . Wenige aufgefallene Punkte welche verbessert werden können, wurden bei einer Nachbesprechung erörtert. Am Ende gab es im Feuerwehrhaus Wilsche noch eine kleine Stärkung.

    Truppmannausbildung

    Am Samstag, dem 04.11.2017, wurde der diesjährige Truppmannlehrgang mit der Prüfung abgeschlossen, die von allen erfolgreich bestanden wurde. 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben über vier Wochenenden das Grundwissen, das jedes Mitglied der aktiven Feuerwehr haben muss, vermittelt bekommen. Besonders erfreulich war dieses Jahr der hohe Anteil an Quereinsteigern; also Teilnehmern, die den Lehrgang nicht direkt im Anschluss an ihre Jugendfeuerwehrzeit absolviert haben und größtenteils auch nie Mitglied einer Jugendfeuerwehr waren.

    Wir als Feuerwehr Wilsche haben mit dem Lehrgang vier Kameradinnen und einen Kameraden gewonnen, die wir bei der Generalversammlung kommenden Februar ganz offiziell in unsere Reihen aufnehmen werden.



    Brandsicherheitswachdienst bei Stars@NDR2

    Zum zweiten Mal in Folge wurde am 29.07.2017 die Veranstaltung Stars@NDR2 in Gifhorn durchgeführt und wie im vergangenen Jahr waren wir für den Brandschutz im äußeren Bereich zuständig. Dieser umfasste die Parkplätze und sämtliche Bereiche mit Besucherverkehr außerhalb des Festivalgeländes. Hierfür haben wir uns im Bereich des Gewerbegebietes gemütlich eingerichtet.



    32.000 Besucher und der Dauerregen in der Woche vor der Veranstaltung haben die Organisatoren vor einige Herausforderungen gestellt und kurzfristige Planänderungen erforderlich gemacht. Zum Glück mussten wir an diesem Tag nicht tätig werden, sodass wir die schönen Bilder genießen konnten.





    Wieder eine kurze Statistik zum Schluss: Allein in der freiwilligen Feuerwehr Wilsche wurden im Rahmen von Stars@NDR2 ca. 200 Dienststunden absolviert.

    "Hinterm Hagen" gewinnt bei der Spaß- und Spieletour

    Insgesamt 9 Gruppen, davon 2 Jugendfeuerwehrgruppen, konnten wir am 24.06.2017 bei der Spaß- und Spieletour am Feuerwehrhaus begrüßen. Auf der 6km langen Strecke rund um Wilsche waren 7 Spielestationen aufgebaut, die die Teilnehmer auf unterschiedlichste Art und Weise forderten. So musste zum Beispiel ein halb gefüllter Feuerwehrschlauch durch einen Hindernisparcous bewegt werden; am Osterberg galt es, Reifen möglichst weit den Berg runterzurollen, ohne zu weit von der Straße abzukommen. Highlight war, wie immer bei der Feuerwehr, das abschließende Wasserspiel: Mittels auf Helmen befestigten Schwämmen musste Wasser über eine bestimmte Distanz transportiert werden. Ausreichend Löcher in den Helmen sorgten dafür, dass nicht nur die Schwämme, sondern auch die Spieler nass wurden.



    Am Ende des Wettbewerbs setzte sich das Team "Hinterm Hagen" deutlich vor den "Lönsis" und der "Kumpelgruppe" durch. Übrigens haben alle drei Mannschaften ihr Preisgeld der Jugendfeuerwehr Wilsche gespendet, hierfür nochmal ein herzliches Dankeschön.


    Am Feuerwehrhaus wurden wie üblich Essen und Trinken sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffett angeboten. Gut versorgt verweilten viele ein wenig länger und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen. Ein großes Dank an alle Teilnehmer und auch Helfer. Aufgrund des vielen positiven Feedbacks sind wir bereits am Überlegen, wann wir eine solche Veranstaltung erneut anbieten.

    Grundschule bei der Feuerwehr

    Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass einmal im Jahr die jeweils dritten Klassen der Grundschule Wilsche uns bei der Feuerwehr besuchen. Dieser Besuch bildet den Abschluss den Unterrichtsthemas "Feuerwehr" und soll nochmal ein wenig die praktische Seite zeigen. Am 16.05. war es wieder soweit: Knapp 30 aufgeregte Kinder machten sich mit ihren Lehrerinnen auf den Weg zum Feuerwehrhaus. Hier wurden sie von einem eingespielten Team aus 5 Kameraden empfangen, die wieder drei Stationen vorbereitet hatten:
    Aufbau der Wilscher Feuerwehr und eine Führung durch das Feuerwehrgerätehaus
    Fahrzeugkunde am TSF und Wasserförderung aus einem Brunnen
    Fahrzeugkunde am TLF, Vorführung persönliche Schutzausrüstung inklusive Atemschutzgerät und Wasserabgabe aus dem Strahlrohr
    Der unbestrittene Höhepunkt war allerdings wie jedes Jahr der Taxiservice zurück in die Schule, der mit den Feuerwehrautos vorgenommen wurde. Strahlende Gesichter ließen darauf schließen, dass die Kinder einiges gelernt haben und wir vielleicht ein paar zukünftige Mitglieder das erste Mal bei uns im Gerätehaus hatten.









    Ausbildungsdienst Zisternen

    Im Ringelah, einem Waldgebiet nördlich von Wilsche, befinden sich zwei mit Wasser gefüllte Zisternen. Diese sollen im Falle eines Waldbrandes eine gewisse Wasserversorgung sicherstellen, da bis auf wenige Bohrbrunnen keine weiteren Wasserentnahmestellen vorhanden sind. Da keine Informationen (mehr) vorlagen, welche Kapazitäten diese Zisternen haben, stand schon länger auf der To-Do-Liste, sie abzupumpen und so den Wert zu ermitteln. Dabei könnte auch gleich nochmal der Umgang mit den Zisternen geübt werden. Dies fand am Samstag, den 13.05.2017, statt. Der Plan war, die Zisternen mit der Feuerwehr Wilsche zu leeren und anschließend mit dem kommunalen Wassertransportzug der Stadt Gifhorn wieder zu füllen. Vorweg: Wir sind davon ausgegangen, dass eine Zisterne 30.000 Liter und die andere Zisterne 20.000 Liter fasst.

    Teil 1: Abpumpen durch die Wilsche Wehr

    Um 10.00 Uhr morgens trafen sich 15 Kameraden der Wilscher Wehr unter Leitung von Thomas Meyer, um die Zisternen abzupumpen. Da wir sowohl auf dem TSF als auch auf dem TLF eine Pumpe haben, konnte parallel gearbeitet werden. Die Pumpen wurden in Stellung gebracht und das Wasser aus den Zisternen mittels Schlauchkanone in den umliegenden Wald angegeben.







    Zwar haben wir die Möglichkeit, über Pumpendruck und Strahlrohrdurchmesser grob abzuschätzen, welche Wassermenge wir momentan abgeben, zur Sicherheit hatte Andre Junge jedoch noch drei Durchflussmengenmessgeräte (ugs. Wasseruhren) mitgebracht, um genauere Werte zu erhalten. Diese wurden in die Schlauchstrecke eingebaut und ermittelten die momentan und insgesamt abgegebene Menge Wasser.



    Nach etwas über einer Stunde pumpen waren beide Zisternen leer und wir vom Ergebnis doch überrascht: Beide Zisternen hatten eine Kapazität von jeweils 50.000 Litern. Das bedeutete, dass doppelt so viel Wasser zum Befüllen benötigt wird, als erwartet.
    Teil 2: Befüllen durch den Wassertransportzug Gifhorn

    Bei Waldbränden in entlegenen Gebieten sind in der näheren Umgebung häufig keine geeigneten Wasserentnahmestellen vorhanden. In diesem Fall transportieren Tanklöschfahrzeuge das Wasser im Pendelverkehr zwischen einer Wasserentnahmestelle und der Einsatzstelle. Zur nachbarschaftlichen Löschhilfe hat die Stadtfeuerwehr Gifhorn einen kommunalen Wassertransportzug eingerichtet, der bei Bedarf von den anderen Gemeinden im Landkreis Gihorn angefordert werden kann. Dieser besteht aus dem Mannschaftstransportwagen (MTW) aus Kästorf, der die Führungsarbeit übernimmt, drei Tanklöschfahrezugen (TLF) aus Wilsche, Kästorf und Gifhorn, die den Wassertransport übernehmen, und dem Löschgruppenfahrzeug (LF) aus Neubokel, das die Wasserentnahmestelle herstellt, aus der die TLF befüllt werden. Dieser Zug traf sich um 13.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Kästorf, um die Zisternen wieder zu befüllen. Da die Messungen am Morgen ergeben haben, dass deutlich mehr Wasser als geplant transportiert werden muss, wurde kurzfristig noch das TLF aus Gamsen nachgefordert.



    Erster Anfahrpunkt war ein Baggersee an einer Kiesgrube nördlich von Wilsche, an dem die Wasserentnamestelle vorbereitet wurde. Vor hier aus wurde zunächst die hintere Zisterne in einer Entfernung von 3,5 km befüllt, anschließend die vordere, die immerhin noch 2 km entfernt war. Dabei galt es, einige Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • Die Wege waren unterschiedlich gut ausgebaut. Einige Bereiche waren asphaltiert, an anderen Stellen die Schlaglöcher so tief, dass nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden konnte.
  • Die schmalen Wege bieten nicht genug Platz für zwei Fahrzeuge. Bei einer Begegnung muss mindestens eines in den Seitenraum ausweichen. Dies ist aufgrund der tonnenschweren Fahrzeuge und der unbekannten Festigkeit des Seitenraumes nicht ganz unkritisch.
  • Gewitter mit starkem Regen haben die Wege aufgeweicht und teilweise auch rutschig gemacht.
  • Die Wasserentnahme- und die Wasserabgabestelle müssen so eingerichtet sein, dass ankommende, pumpende und abfahrende Fahrzeuge sich nicht gegenseitig behindern.

  • Alle Anforderungen wurden jedoch gut bewältigt, so dass um 17.45 Uhr beide Zisternen wieder befüllt waren.
    Teil 3: Wartung und Pflege

    Wie erwähnt haben mehrere Gewitterschauer das Befüllen zu einer Schlammschlacht gemacht, sodass Fahrzeuge und Gerät anschließend noch gereinigt werden mussten. Hierfür wurden, als sich das Einsatzende abzeichnete, nach und nach die Fahrzeuge aus dem Pendelverkehr herausgelöst, um in der Waschhalle in Gifhorn gewaschen zu werden und die Wassertanks mit sauberen Wasser zu füllen. Anschließend musste noch die Mannschaft gepflegt werden. Die geschah bei Salat und Bratwurst vom Grill im Kästorfer Feuerwehrhaus.

    Teil 4: Zahlen, Daten, Fakten
    Abschließend noch ein paar interessante Zahlen:

  • Beim Leerpumpen wurden 800 Liter (4 Badewannen) Wasser pro Minute aus den Zisternen entnommen. Trotzdem dauerte es pro Zisterne über eine Stunde, bis sie leer war.
  • Zum Wassertransportzug gehören 27 Feuerwehrleute, zusätzlich mit dem TLF aus Gamsen waren 30 Kameraden aus allen fünf Gifhorner Ortswehren zum Befüllen im Einsatz.
  • In einem Umlauf (jedes Fahrzeug hat einmal Wasser abgegeben) wurden ca. 12.000 Liter Wasser transportiert. Ein Umlauf dauerte ungefähr 20 Minuten. Das entspricht einer kontinuierlichen Wasserabgabe von ca. 600 Liter pro Minute.
  • Aufgrund des fehlenden Gegendrucks konnten die Zisternen mit ca. 2.000 Liter pro Minute befüllt werden.
  • Das Wilscher TLF ist morgens um 10 Uhr gestartet und stand um 19.45 Uhr wieder sauber und einsatzbereit im Gerätehaus. In der Zwischenzeit wurden 106 km zurückgelegt.
  • Wären die 100.000 Liter Wasser in 1,5 Liter-PET-Flaschen abgefüllt worden, so hätte man 66.667 Flaschen mit einem Pfandwert von 16.666,75 Euro benötigt ;)
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